Lehrmethoden und Tools von Alexander Klier: Alles umgedreht, oder was?

Alles umgedreht, oder was?

Schlagworte: Klassenzimmer, Konzept, Lernsetting

Beginnen will ich mit meinen Überlegungen zum umgedrehten Klassenzimmer. Wobei das Wort Klassenzimmer für mich problematisch ist, weil ich ohnehin andere Lernsettings bevorzuge. Dazu habe ich auf meiner eigenen Webseite hier und hier längere Blogbeiträge verfasst.

Das normale Konzept

Das normale Konzept eines Flipped oder Inverted Classrooms geht davon aus, dass es vor einer Präsenzsitzung ein Video gibt, in dem Stoff erklärt und anschließend eine Aufgabe gestellt wird. Mit der gelösten Aufgabe und vor allem den dabei entstandenen Fragen und Anmerkungen kommen die Studierenden dann zur Präsenzsitzung. Diese wird wiederum dazu genutzt, dass die Studierenden selbst ihre Lösungen präsentieren und sich gegebenenfalls gegenseitig Feedback geben und korrigieren. Der oder die Lehrbeauftragte steht natürlich zur Verfügung, wenn fehlerhaft gelöst worden ist oder auch zusätzliche Fragen geklärt werden müssen. Christian Spannagel bezeichnet das auch als aktives Plenum und geht vor allem davon aus, dass Präsenzzeit eine viel zu wertvolle Zeit ist, als sie mit einer reinen Faktenvermittlung zu füllen. Pädagogisch und didaktisch gesehen ist das aktive Plenum wiederum eine sehr alte Konzeption, die analog noch "Lernen durch Lehren" (LdL, sehr früh schon Jean-Paul Martin) hieß.

Was ich gemacht habe ...