Mein Profil von Alexander Klier: Mein Blog auf Mahara : Profile, Gruppen oder Vernetzung?

Profile, Gruppen oder Vernetzung?

Veröffentlicht von Alexander Klier am 08. Mai 2016, 07:48

Unter dem Titel "Noch gruppt es sich nicht so gut auf Moodle!" habe ich bei den Methoden und Tools (hier) erste Anmerkungen dazu gemacht, wie ich mit dem neuen Konzept auf Moodle vorgehen wollte. Dabei habe ich zunächst festgestellt, dass ein Teil der Probleme dadurch entstehen kann, dass Moodle unterschiedlich in den Hochschulen und Universitäten implementiert ist. So gibt es beispielsweise an der Universität Potsdam die Möglichkeit, Blogbeiträge im Profil zu hinterlegen. Eine solche Möglichkeit gibt es bisher an der Hochschule München nicht.

Ein anständiges Profil

Wahrscheinlich ist das auch der Grund dafür, dass die Profile sehr unterschiedlich gehandhabt werden können. Mir war es jedenfalls ein Anliegen, dass das Profil im Rahmen des Kurses "Grundlagen der Erwachsenenbildung" nicht nur zur Kenntnis genommen wird, sondern damit als Einstieg in die Arbeit auf Moodle gearbeitet wird. Dem war die Aufgabenstellung (wie oben verlinkt) gewidmet.

Erlebt habe ich – zumeist im Rahmen dieses Kurses – eine äußerst nette und lebhafte Erledigung der Aufgabe. Die Studierenden fügt nämlich nicht nur ein Bild und vier Stichworte (Tags) ins Profil ein, sondern erklärten sich anhand der Stichworte. Und das manchmal durchaus auf sehr witzige Art und Weise. Was auch dazu führte, dass viele zum ersten Mal bewusst wahrgenommen hatten, dass sie überhaupt ein Profil auf Moodle haben.

Gruppen bilden - oder doch lieber vernetzen?

Meines Erachtens ist das grundlegende Problem auf Moodle aber dennoch, dass man typische Profileigenschaften, die im Bereich von Social Software üblich sind, nicht findet. Die Bildung von Gruppen war für mich ja nur eine provisorische Lösung, um eine Diskussion zu den Profilen anzuleiten. Viel spannender hätte ich es gefunden, wenn darüber bereits Vernetzungsaktionen stattfinden hätten können. Und damit meine ich nicht nur die Funktion, jemandem zu folgen oder andersherum in das eigene Netzwerk einzuladen, sondern vor allem die Möglichkeit des Teilens, Mit-Teilens und letztlich auch erwähnen von Dokumenten und Links.

Ein Überraschungshit

Dennoch: sowie Aufgabe von den Studierenden angegangen und gelöst wurde, war es für mich ein Überraschungshit, weil ich mit einer solchen Resonanz tatsächlich nicht gerechnet hatte. Insofern werde ich das künftig immer an den Anfang stellen, zumindest bei Seminaren, bei denen auch die Gewöhnung an Moodle eine wichtige Rolle spielt.