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Reflexion auf das Seminar "Grundlagen der Erwachsenenbildung" (Teil 2)

Veröffentlicht von Alexander Klier am 04. Mai 2016, 06:33

Mit diesem Teil 2 setze ich meine Reflexion bezüglich des Blended-Learning Seminars Grundlagen der Erwachsenen fort. Inhalt dieses Beitrags ist die erste Präsenzsitzung. Hier geht es zum ersten Teil.

1. Sind alle da?

Es ist schon immer wieder spannend, die Teilnehmer*innen am Seminar real zu sehen, zu begrüßen und mit ihnen zu arbeiten. Die erste Präsenzsitzung ist für mich ein wesentlicher Aspekt der ganzen Blended-Learning Konstruktion. Obwohl ich auch die abschließende Präsenzsitzung für unheimlich wichtig halte, könnte ich auf diese wohl eher verzichten, als auf die Kennenlern-Präsenz. Der wesentliche pädagogische Aspekt dabei ist, dass die Gruppe sich findet und im Anschluss daran die Vertrauensbildung auch auf der Plattform (Moodle) möglich wird.

2. Natürlich sind nicht alle da!

Und schon gleich gar nicht zu Beginn oder am Ende. Ich denke, dass das für mich selbst einer der wesentlichen Lernaspekte war, dass das mit der Anwesenheit durchaus eine fluide Angelegenheit ist. Die mir mittlerweile aber deshalb nicht mehr ausmacht, weil ich weiß, dass ich über Moodle diejenigen gut einbinden kann, die beispielsweise krankheitsbedingt nicht anwesend sein können. Und auch sonst gibt es die Möglichkeit der Nachbereitung und Reflexion auf die erste Präsenzsitzung über Moodle. Zumindest bei mir.

3. Methodisch vielfältig ...

Ich bin persönlich nicht wirklich der Typ dafür, die anwesenden Studierenden in dieser Präsenzsitzung frontal zu beschallen. Mein Lieblingssetting ist ohnehin der Stuhlkreis. Dazu habe ich mir im Rahmen meines privaten Blogs (hier) bereits ausführlich Gedanken gemacht. Und auch sonst achte ich darauf, dass didaktisch unterschiedliche Methoden zum Einsatz kommen. Dabei gibt es auch mindestens eine Einheit, in der tatsächlich Texte gelesen werden. Dies dient dazu, eine einheitliche Diskussionsgrundlage zu haben – ohne vorgelesen zu haben. Natürlich schließt das nicht aus, dass ich selbst eine kurze Präsentation zu einer wichtigen Einheit gebe. Im Rahmen dieses Seminars war es mein Beitrag zur Geschichte der Erwachsenenbildung. Aber einer der wichtigsten Aspekte für mich ist der, zumindest bei diesem Thema nach jeder methodisch neuen Runde in eine Metareflexion einzutreten und zu beleuchten, warum eine solche Methode sinnvoll sein kann, was sie tut und welche Erfahrungen die Studierenden ganz konkret in dieser Runde gemacht haben.

Der Bericht einer Arbeitsgruppe während der ersten Präsenzsitzung. Speziell wurde hier gelesene Literatur aufbereitet.

Der Bericht einer Arbeitsgruppe auf einem Flipchart Papier. Hier wurde die gelesene Literatur aufbereitet und den anderen präsentiert.
 

4. ... wurde es dann digital!

Am Ende der Präsenzsitzung steht der Übergang auf die Moodle Plattform. Wobei das Interesse der Studierenden zuallererst auf das Ende des Seminars (aus ihrer Sicht) gerichtet ist: die Frage, welche Leistungsanforderungen dieser Kurs stellt, kommt noch vor der Frage, was denn auf Moodle so alles los sein wird. Ich glaube, dass der Hinweis darauf, dass die Prüfung als gemeinsames Gespräch enden wird, für die Studierenden durchaus hilfreich ist.

5. Was sonst noch zu sagen ist

Meiner Wahrnehmung nach ist die erste Präsenzsitzung gut gelungen, sowohl in der methodischen Vielfalt, als auch in den erarbeiteten Inhalten, wobei diese hier noch gar nicht im Vordergrund stehen. Den Überblick über das Thema zu bekommen, Interesse an der Arbeit auf Moodle zu wecken und darüber hinaus eine vertrauensvolle Grundlage für die weitere Arbeit zu schaffen war der Zweck dieser Sitzung. Das hat in meinen Augen super funktioniert.

6. Gruppenprozesse

Dass ist mir dabei oft so geht, dass zeitlich nicht alle vorgesehenen Inhalte dran kommen sehe ich mittlerweile ebenfalls sehr gelassen. Nicht nur, weil ich das über Moodle nachholen kann, sondern weil ich das als Indiz dafür sehe, dass der Gruppenprozess in Gang kommt. Und das ist mir allemal wichtiger als das Ausspeichern von Inhalten.

7. Übergänge

Gerade eine Blended-Learning Konstellation hat mehrere neuralgischen Punkte. Ich bezeichne sie als Übergänge. Gemeint ist damit in diesem speziellen Fall zum einen der Übergang vom einführenden Video hin zur ersten Präsenzsitzung und dann wiederum von der ersten Präsenzsitzung zurück zur Arbeit auf Moodle. Gerade der Aspekt der Nachbereitung und der Reflexion auf das vorher gegangene bieten sich hierbei inhaltlich an. Den ersten Übergang habe ich ja schon beschrieben: die Fragen aus dem einführenden Video waren Teil der Vorstellungsrunde (und damit des Anfangs) der ersten Präsenzsitzung.

Wie ich das für die weitere Arbeit auf Moodle gelöst habe, ist Thema des dritten Blogbeitrags hier.

Schlagworte: Blended-Learning, e|certificate, Erwachsenenbildung, Konzept, Kurs
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